
m
ein weg
viele namen
ich wollte die nachtgoettin fangen
und lief ihr nach in einer mondblauen nacht
sie versteckte sich in den erregt wispernden zweigen der trauerweide
schlug ihre kapriolen in den in den nebelumwogten fluten des schwarzen baches
und narrte mich mit seltsam lebendigen trugbildern
von tanzenden elfen und wild tättowierten druidinnen,
weissen raben und majestaetisch einherschreitenden woelfen
in verstohlenen bewegungen auf der dichtbewachsenen uferboeschung
nur fuer bruchteile von sekunden aus den augenwinkeln heraus zu sehen
sie schmiegte sich eng an die borke der uralten weisen baeume,
wiegte sich im lauen hexenwind; rastlos gebannt im zauber der nacht
beruehrt und verfuehrt sie mit sanfter, aber unerbittlicher macht ...
sie hinterließ mir spuren im wolkenweichen moos am waldrand
lockte und verlachte mich mit tausend stimmen der nacht
verschmelzend mit den bizarren mondschatten
der maechtig aufragenden megalithen des steinkreises
der moosbehangenen baumriesen am wegesrand
wie sie finden? wo sie suchen?
nur ahnen kannst du sie in den bildern und stimmungen der nacht
im ahnmutigen flug der fledermaeuse, im tuscheln der binsen
und manchmal kannst du sie tanzen sehen im schein von mutter mond ...
|
........ .